Historie der Klubleitung des 1. C.A.R. Teams Ferlach

zeitlich geordnet:
  • BUCHER Henriette
  • seit 2010
  • FISTER Franz 
  • von 2009 bis 2010
  • KR ROM Hugo
  • von 1986 bis 2009
  • Dent. PEGAM Josef 
  • von 1984 bis 1986
  • D.Ing. FIGURA Gerd
  • von 1968 bis 1984

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    1977 an der CTF-Schneebar

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    1977 bei Strassenreparaturen

    BUCHER Henriette

    Dort wo es blau rauchte und nach Benzin roch, dort war sie dabei. Ob bei der ersten Karawankenrallye im Jahr 1970, den Autocrossveranstaltungen auf der Hollenburg in den folgenden Jahre, bei damals noch eisiger Kälte bei den Schikjörings in Zell Pfarre (da natürlich an der Glühwein-Bar des Klubs), bei Slaloms, dem Bergrennen auf die Simonhöhe und, und, und …. Seit 1969 ist sie immer dabei. Ob mit der administrativen Abnahme bei all diesen Veranstaltungen, ob mit der Quartiervermittlung bei der Karawanken-Classic betraut oder als Schriftführerin des Klubs, erledigte Henny alle diese Aufgaben mit Bravour und eignete sich dabei nicht nur Kenntnisse über die Organisation  dieser Veranstaltungen, sondern auch die allerbesten Kontakt zu den Piloten an.

    Als Gattin unseres, im Jahr 2009 viel zu früh verstorbenen Kassiers Herby Bucher, übernahm sie dessen Job. Und als unser „Kurzzeit-Obmann" Franz Fister Mitte 2010 von seinem Obmann-Job zurücktrat, sprang sie auch hier in die Bresche.

    Als wahrscheinlich erste Obfrau eines Motorsportklubs in Kärnten hat sie sich
    viel vorgenommen:
    • Wiederbelebung des danieder liegenden Klublebens durch regel                          mässige Klub- und Filmabende
    • Aktualisierung und Neugestaltung der Homepage unseres Klubs
    • Bessere Information der Klubmitglieder durch regelmässige Klub-                          nachrichten
    • Intensiverer Kontakt zu den Klubmitgliedern durch „Informations-                          (Sprech)Stunden" vor den Klubabenden
    • Gemeinsame Klubveranstaltungen und –Ausflüge.

    Einiges ist schon realisiert worden; so konnte unser erster Obmann und Gründer des C.A.R. Teams Ferlach, „Figi" Figura von ihr gewonnen werden sich wieder um Internet und die Klubnachrichten „DRIFT" zu kümmern; beide wurden von ihm neu gestaltet, s. auch Klubnachrichten 11/01 etc.

    Es ist zu hoffen, dass alle diese Massnahmen dazu führen werden, den alten „C.A.R. Team-Geist" wieder zu beleben ! - Und damit ist nicht der Alkoholkonsum gemeint.


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    FISTER Franz

    Schon früh mit dem „Motorsport-Bazillus" infiziert kurbelte „Franze" nicht nur selbst am Lenkrad, sondern nahm als „lebender Sandsack" auf dem heissen Sitz der Rallyepiloten Heinz Rittenau, Erich Weger (beide leider bereits verstorben) und „Figi" Figura im In- und Ausland Platz.

    Nach einer längeren Pause war Franze wieder voll aktiv im und für das Car-Team Ferlach tätig wo er zusammen mit „Figi" Figura als Fahrtleiter-
    Stellvertreter 2007 die Gewista-Karawankenclassic aus der Taufe hob.
    Nach dem fulminaten Start dieser Rallye übernahm er nach dem Abgang
    von Figura diese Veranstaltung als Fahrtleiter.

    2009 trat der gelernte Büchsenmacher die Leitung des 1. C.A.R. Teams Ferlach an, gab diese jedoch nach nur einem Jahr wieder ab.


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    Rom bei der Karawanken Classic 2008

    11_Homepage_CTF-Obmaenner_Rom_4.jpg... und bei der Karawankenrallye 172

    KR ROM Hugo
    Als eines der ersten Mitglieder führte sein Roadbook den Klagenfurter Malermeister zum 1. C.A.R. Team Ferlach. Schon bei seinem Eintritt in den Klub 1971 war Hugo in Kärnten einer der bekanntesten Rallyepiloten. Intern fochten er und Klubgründer „Figi" Figura in den Siebzigern heisse, aber immer freundschaftliche Matches um die beste Placierung als C.A.R. Team-Pilot aus ….
    Berg-Sonderprüfungen gingen an Hugo mit dem BMW 1600 tii, bergab hatte Figi auf seinem Toyota 1000 die Nase vorn; in der Endabrechnung ging das Match (fast) immer zu Hugo´s Gunsten aus.

    1986 übernahm Rom die Leitung des Klubs in einer der schwierigsten Zeiten:
    Das internationale Autocross auf der Hollenburg, in den Jahren davor noch Europameisterschaftslauf, wurde durch Umweltauflagen in Frage gestellt und musste nach der letzten Auflage im Jahr 1986 endgültig abgesagt werden.
    Nicht viel besser erging es der Karawankenrallye; erhöhte Kosten und überzogene Auflagen hinsichtlich Strassenbenutzung machten die Organisation dieser, seit 1970 ununterbrochen veranstalteten Traditionsrallye zunehmend schwieriger und das trotz Zuschauermassen von 25.000 bis 35.000 Fans lt. Behördenangabe !
    – Als Fahrtleiter und Obmann kämpfte Hugo wie ein Löwe für den Fortbestand der „Karawanken-Safari"; sogar ins benachbarte Sloweniern wurde die Rallye zeitweise verlegt, leider vergeblich. 1989 fan die letzte Karawankenrallye statt.

    Damit brach für das C.A.R. Team Ferlach und seinen „Langzeit-Obmann" Hugo
    Rom in den Folgejahren eine eher geruhsame Zeit an; ab und zu ein Slalom, Klub- und Filmabende …. Viel mehr war nicht möglich.

    2003, mit der Rückkehr von „Figi" Figura wurden auch wieder Kart-Rennen in
    das Veranstaltungsprogramm des Klubs aufgenommen. Auf Anregung des Kärntner Motorsport-Urgesteins Hermann Waldy stürzte sich der Langzeit-Obmann Hugo 2006 in eine neue Aufgabe, dem Bergrennen auf die Simonhöhe, das inzwischen zu einer der renommiertesten Bergrennen in Österreich avancierte.

    Multifunktionär Rom (Gemeinderat Klagenfurt, Präsident ÖGLV Kärnten, Vizepräsident Wirtschaftsverband Kärnten, Vorstandsmitglied des ARBÖ
    Kärnten, Sportkommissar der OSK) und stellte 2006 auch die Kontakte zur Fa. GEWISTA her und war damit, neben dem ersten Fahrtleiter „Figi" Figura, einer der Väter der 2007 erstmals durchgeführten GEWISTA-Karawanken Classic.

    2009 trat KR Rom von se3iner Funktion als Obmann zurück um jüngeren
    Jahrgängen Platz zu machen. Damit endete eine Obmann-Perioden, die mit 23 Jahren ununterbrochener Tätigkeit sicherlich rekordwürdig ist.


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    Immer fröhlich

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    Dente-Pepe in Aktion, auch beim Klubabend

    Dent. PEGAM Josef

    1984 übernahm der Ferlacher Dentist Josef Pegam nach dem Ausscheiden des Klubgründers Figura die Leitung des Vereins der sich auf der Höhe seiner motorsportlichen Aktivitäten befand und in Kärnten die unangefochten die Nummer
    Eins der hiesigen Motorsportvereine darstellte. Eine logische Konsequenz, da der „Dente Pepe" in den vergangenen Jahren schon immer die Position eines Obmann-Stellvertreters inne hatte.
    Peppi war, obwohl selbst nie als Motorsportler aktiv, mit Leib und Seele dem
    Motorsport verfallen: Kein Weg war ihm zu weit um bei interessanten Motorsportveranstaltungen in Deutschland, Italien, Griechenland – hier war er Stammgast der Akropolisrallye – dabei zu sein.

    Obwohl unter all den, damals noch jungen Funktionären des 1. C.A.R. Teams Ferlach, der Oldie, war er für jeden Spass zu haben und nahm selbst an diversen Jux-Veranstaltungen des Klubs aktiv teil. Mit seiner Frau Linde, die viel Verständnis für ihn und den Klub aufbrachte, waren die beiden so etwas wie Papa und Mama des Klubs.

    Bei Veranstaltungen des Vereins war der Pepe sowohl als fliegender Reporter mit seiner Filmkamera, als auch als Sprecher unterwegs; bekannt sind noch immer seine Fahrzeugbeschreibungen bei solchen Gelegenheiten:„A Ford haaasst Ford wal a fohrt" oder „Jetzt kummt da Hugo mit sein BMW, a Bayrischa mit Wurst".

    Seine Motorsportbegeisterung konnte er auch an seine jüngere Verwandtschaft weiter geben – sein Neffe „Gerry Gams", Gerhard Pegam war in den Achtzigern einer der Top-Trial-Fahrer in Österreich. Sein Neffe Achim Mörtl avancierte mit 3 Staatsmeistertiteln zu einem der erfolgreichsten Rallyepiloten Österreichs,

    Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen trat „Dente Pepe" 2006 als Obmann zurück, war aber nach wie vor bei allen Veranstaltungen des Klubs dabei solange es ihm sein Gesundheitszustand erlaubte.

    2009 verlor der Klub mit ihm einen seiner engagiertesten Funktionäre.


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    ... noch auf Puch 650 TRE

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    Der Toyota fliiiiiiegt

    D.Ing. FIGURA Gerd

    „Fliag´n mecht i !" sinnierte der junge Leobner Montanistik-Student „Figi" während seines Studiums und hob ab zfür den Motorflugschein in Kapfenberg. Als das Geld ausging wurde ein gleichwertiger Ersatz gesucht und im Motorsport gefunden.

    Erste Bewerbe auf einem Uralt-Puch 500 waren 1966 die Wintertourenfahrt des ÖAMTC und das Bergrennen auf die Dopplerhütte. Erfolgreiches Ende des Studiums und ein neuer Job führten den PS-Neuling zurück in seine Heimatstadt Ferlach, wo er dem 1. C.A.R. Team Klagenfurt – Veranstalter der „Kärntner Seenrallye" - beitrat.

    1968 gründete Gerd zusammen mit anderen Motorsportenthusiasten das
    „1. C.A.R. Team Ortsgruppe Ferlach" und wurde zugleich auch als erster Obmann des Klubs gewählt. Zusammen mit seinen Mannen stürzte er sich sofort in die Organisation unterschiedlicher Veranstaltungen wie Suchfahrten, Rätselrallies, Geschicklichkeitbewerben, Auto- und Motorradslaloms, Klub- und Filmabenden, Fahrlehrgänge auf Eis etc. Sogar ein eigenes Übiungsgelände wurde dem Klub von der Gemeinde Ferlach für. seine Mitglieder zur Verfügung gestellt. 

    Der neue Klub verzeichnete einen so regen Zuspruch, dass man sich bereits 2 Jahre nach der Gründung an eine Grossveranstaltung wagen konnte. Dazu wurde der Klub offiziell als 1. C.A.R. Team Ferlach" registriert, nachdem sich das Klagenfurter C.A.R. Team aufgelöst hatte.

    Mit viel Idealismus – Startnummern wurden noch manuell gedruckt und die Programme selbst kopiert, sortiert und geheftet – wurde 1970 die 1. Karawanken-rallye unter der Patronanz der Firma TOTAL Tank Rumwolf organisiert.
    Erster Fahrtleiter war der Klagenfurter Malermeister Peter Puschnig und mit Wolfram Isopp aus Annenheim gab es den ersten Sieger.


    Dieser erfolgreiche Start von Motorsport-Grossveranstaltungen führte noch im selben Jahr zu Gesprächen mit der Firma CASTROL und 1971 zu Kärntens erster Autocross-Veranstaltung, der CASTROL Corrida auf der Hollenburg. Der Klagenfurter Gerhard Caviola fungierte als erster Rennleiter dieses Events. 7000 Besucher sahen in der Naturarena packende Rad-an-Rad Duelle, weite Sprünge und packende Zweikämpfe.

    In den Folgejahren entwickelte sich die Karawankenrallye zu einem internationalen Bewerb der sowohl als Lauf zur Österreichischen Staatsmeisterschaft als auch zum Mitropa-Cup und zur Europameisterschaft zählte.

    Das Autocross Hollenburg wurde dank guter Organisation in den internationalen Veranstaltungskalender des 2-CV Cross aufgenommen so dass zeitweise weit über 120 Piloten an den Rennen auf der Hollenburg teilnahmen. Als Europameisterschaftslauf der FIA war das Renn über mehrere Jahre der Höhepunkt des Kärntner Motorsportgeschehens.

    Dank zahlreicher motivierter Klubmitglieder und Helfer wurden neben den beiden Grossveranstaltungen Karawankenrallye und Autocross von Gerd und seinem Team auch noch Kartrennen (Lauf zur Österr. Staatsmeisterschaft), Schikjöring (Lauf zum Alpencup bzw. Österr. Staatsmeisteschaft) und Slaloms organisiert. Eine eigene Klubzeitschrift, der „DRIFT" informierte die Mitglieder über das Geschehen.


    1984 musste Gerd sowohl seinen bis dahin ununterbrochen gehaltenen Obmannposten als auch seine sportliche Laufbahn aus beruflichen Gründen aufgeben. – Mehrjährige Aufenthalte in Saudiarabien, Indien, Indonesien, Ex-DDR liessen keine weitere Betätigung mehr zu.

    Nach seiner Pensionierung und Rückkehr im Jahr 2003 stellte er sich mit Unterbrechung wieder dem Klub zur Verfügung – eine Homepage wurde eingerichtet, der DRIFT revitalisiert und als Fahrtleiter der beiden ersten GEWISTA-Karawanken-Classic Veranstaltungen gelang es ihm den Klub wieder ins Rampenlicht zu führen.